Dienstag, 3. Juli 2012

Stundenlang in den Schlaf geweint.


Und erinnerst du dich an diese eine Nacht? Wir haben uns so furchtbar gestritten, wie noch nie. Irgendwann hab ich einfach aufgelegt, weil man wegen der Tränen keinen von uns mehr verstanden hat. Das war die erste Nacht seit langem, in der ich weinend eingeschlafen bin. Irgendwann bin ich wachgeworden, vielleicht um zwei, halb drei. Im Halbschlaf hab ich nach dem Telefon getastet  und deine Nummer gewählt. Ich hatte schon überlegt wieder aufzulegen, als die Wut von vor einigen Stunden wieder hochkam. Aber noch bevor ich zu Ende gedacht hatte, hattest du schon abgehoben, am weinen – wie ich. Wir haben geredet, geredet, geredet, bis es schon wieder hell wurde. Haben in diesen Stunden gelacht, geweint, gezittert und uns tausendmal entschuldigt, bis irgendwann keiner mehr so richtig wusste, warum wir uns überhaupt gestritten hatten. Geschlafen hat in der Nacht keiner von uns. 

Und irgendwie scheine ich dich geliebt zu haben.


Ja, dann stimmt es wohl. Ich habe dich geliebt, ja wirklich. Trotz alldem „Du bist nur ein guter Freund für mich!“-Getue. Aber du scheinst es nicht gemerkt zu haben, sonst würdest du dich nicht so verhalten. Du bist ein guter Mensch, ich bin mir sicher. Ein Junge mit viel Gefühl und Rücksicht, einer, der sich Sorgen macht, kein Arschloch. Auch wenn das alle sagen, auch wenn alle sagen dass du der größte Wixxer von ganz Freiburg bist, auch wenn alle sagen, „pass auf, der ist nicht gut für Dich!“, auch wenn mich jeder warnt und auf mich aufpassen will, und auch, wenn ich weiß, dass du nicht immer so ganz ehrlich warst. Doch ganz tief drinnen bist du ein guter Mensch, ich bin mir sicher, es muss so sein, das kann gar nicht anders sein. Du bist ein wunderschöner Junge mit diesem Glitzern in den Augen, das ich bei keinem anderen finde. Mit diesem Lächeln, das ich so liebe, auch wenn alle anderen sagen, es sieht blöd aus, auch wenn du es selbst blöd findest. Die Art wie du mir durch die Haare streichst, die Art wie dein Arm um meine Hüfte liegt. Ich vermisse es, zusammen mit dir durch die Straßen Freiburgs zu laufen, wie wir uns über die Leute lustig machen und Eiskaffee trinken, immer wieder aufs Neue. Es fehlt mir einfach, stundenlang nur dazuliegen und den Himmel zu betrachten, alte Schwarzweißfilme zu gucken und Schokokuchen zu backen, auch wenn wir danach jedes Mal aussahen wie die Schweine. Die stundenlangen Telefonate über ein und das selbe Lied, die SMS-Verläufe, in denen wir ein und das selbe Treffen vereinbart haben, die zuckersüßen Pinnwandeinträge und die Abende, an denen wir mit den anderen feiern waren. Und während all dieser Zeit in den vergangenen 3 Jahren habe ich nicht gemerkt, wie sehr ich mich in dich verliebt habe. Bis jetzt.

Doch dann warst du da.


Ich habe nie an Liebe auf den ersten Blick geglaubt, bis ich dich traf. Auf einmal warst du da, wie aus dem Nichts entstanden, standst du vor mir und hast mir das Gegenteil bewiesen. Ich sah dich, das Glitzern in deinen Augen, das Lächeln auf deinen Lippen, hörte dich sprechen, hörte dich mit mir sprechen und konnte es kaum glauben. Du fingst an zu lachen, und es war das schönste Lachen, dass ich je gehört hatte. Wir lernten uns kennen, ich lernte dich kennen, dich und deinen wundervollen Charakter, es war wie ein Traum. Deine vielen, kleinen Eigenarten haben mich fasziniert, und ich verliebte mich in dich, in deine Ängste und Träume, in deine Fehler, in deine Augen. Ich habe versucht um dich, um uns zu kämpfen, habe oft stunden- und tagelang geweint, wenn es wieder mal einen Rückschlag gab, und doch konnte ich einfach nicht aufgeben. Ich habe es weiterversucht, egal wie sehr es unsere Freundschaft  strapaziert hat, und egal wie sehr es mich selbst kaputtgemacht hat. Und dann kam der Tag, an dem du mir von einem Mädchen erzähltest. Von dem Glitzern in ihren Augen und dem Lächeln auf ihren Lippen. Von ihrem wundervollen Lachen und ihren kleinen, süßen Macken. Von dem Tag an war sie immer öfter das Gesprächsthema, und jedes Mal, wenn du anfingst von ihr zu sprechen, hat es sich angefühlt, als würde mir das Herz herausgerissen, jedes Mal aufs Neue. Irgendwann fingst du an sie deine Freundin zu nennen, ihr kamt zusammen, und die Welt zerbrach um mich herum. Ich versuchte vor dir so zu tun, als wäre alles okay, alles in Ordnung, alles wie immer. Doch Tag und Nacht sehe ich dich vor mir, wie du mich anlachst, höre deine Stimme, denke an die vielen, kleinen, wunderbaren Momente. Ich vermisse dich.

Montag, 2. Juli 2012

Verrückte Welt!


Was soll der Mist, was ist das für eine Welt, in der wir leben? Eine Welt, in der alle von der großen Liebe sprechen, aber doch jeder nur das nimmt, was leicht zu haben ist? Wo man den Unterschied zwischen „kindisch sein“ und „ein Kind geblieben sein“ nichtmehr wahrnimmt? Wo jeder das tut, was er selbst für richtig hält, aber nie das, was für alle am besten wäre – oder wenigstens akzeptabel? Irgendwann werden wir uns fragen müssen, ob wir in einer solchen Welt wirklich noch weiterhin leben möchten, und die meisten werden sie schon frühzeitig verlassen.

Sonntag, 1. Juli 2012

Niemand, niemals.


Endlos-Telefonate, meterlange SMS-Verläufe, nichtssagende Pinnwandeinträge. Aber wenn wir uns über den Weg laufen, kennen wir uns nicht – natürlich. Warum? Bin ich dir peinlich? Bin ich vielleicht nicht die einzige, hast du eine „offizielle“ Freundin, die nichts von mir wissen darf? Gibt es überhaupt jemanden der von unserem süßen kleinen Geheimnis weiß? Nein, natürlich nicht, was bilde ich mir ein. Niemand weiß es, und niemand wird es je erfahren, abgesehen von Dir, mir & meinen Gedanken. 

Das alles für nichts?


Was ist mit dir, was ist mit uns? Soll das alles gewesen sein? Die ganzen Monate, die wir zusammen verbracht haben, alles, damit wir einmal was haben & dann ist Ende? Kontaktabbruch, keinerlei Konversation, und wenn wir uns sehen, läufst du stur an mir vorbei, ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen. Es zerreißt mich innerlich, es tut so unglaublich weh, wie egal ich dir bin. Du scheinst das nicht zu merken. Vielleicht merkst du es auch, aber es kümmert dich nicht weiter, vielleicht macht es dir sogar Spaß mich zu quälen? Und dann, immer, wenn ich gerade ein paar Tage nicht an den Schmerz denke, meldest du dich wieder, wie aus dem Nichts kommt ein kurzes „Hi, wie geht’s?“. Und damit auch die Tränen, die schlaflosen Nächte und die Tonnen von Schokoladeneis. Das alles für ein Arschloch für dich, für einen Wixxer, einen Egoisten, und arrogant bist du auch. Ich liebe dich.